Kolumne: Gegenwärtig
Gegenwärtig. Fronleichnam und die Prozessionen hatten von Beginn an eine schwierige und mutige Geschichte, Symbolik und Sinn haben immer wieder für Aufregungen gesorgt. Und wir können entspannt auf das schauen, was es heute ist: Ein Fest. Ein Fest für die Gegenwart Jesu, für unseren Glauben, friedlich und feierlich. Wir feiern. Und nicht wie sonst, nicht Rumhängen und Quatsch machen, was ja auch schön ist, aber „feiern“ und „feiern gehen“ darf heute mal eine wirklich andere, große Bedeutung haben. Wenn du mit deinen Freunden feiern gehst, zeigst du, mit wem du gerne unterwegs bist; ein Zeichen für Eure Gemeinsamkeiten, Eure Freundschaft und den Spaß den Ihr miteinander habt. Es ist so selbstverständlich heute, diese Verbundenheit, die ganzen Gelegenheiten sich irgendwo zu treffen und zu feiern. Vielleicht zu selbstverständlich. Denn genauso wie Du hier und heute sagen kannst „Klar sind das meine Freunde“, kannst du auch sagen „Klar glaub ich an Gott“ ohne dafür gejagt und eingesperrt zu werden. Das ist eine sehr große Freiheit. Genieß es! Es ist Zeit, diese Freiheit und diese Verbundenheit richtig zu würdigen, indem Du wirklich feierst. Lass Dir die heutigen Messen und Prozessionen, die feierliche Stimmung und die alten und neuen Rituale eine Inspiration werden. Jesus feiern, und alles andere, was auch Gegenwärtig ist in Deinem Leben, und zwar bewusster als sonst: Deine Familie, Deine Freunde, Deine Musik, die Sonne die endlich scheint, so viele schöne Dinge, schau Dich einfach um, es ist ein Fest! Und dann frag deine Freunde: „Ich geh jetzt feiern. Kommst Du mit?“


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